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Ober-Ramstadt 1310


Urkunde der königlichen Stadtrechteverleihung für
Ober-Ramstadt von 1310

Kurze moderne Inhaltsangabe
aus K.E. Demandt, Regesten der Grafen von Katzenelnbogen I (1954) 185 Nr. 505
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Frankfurt 1310 Juli 22. - König Heinrich (VII.) verleiht dem Grafen Eberhard (I.) von Katzenelnbogen im Hinblick auf dessen dem König und seinen Vorgängern geleistete Gefolgschaft für dessen Stadt Ramstadt, die Graf Eberhard soeben mit Gräben zu umgeben und auch sonst zu befestigen begonnen hat, das Recht der Stadt Frankfurt und gibt ihr einen Wochenmarkt auf den Donnerstag, dessen Besucher und ihre Waren den königlichen Schutz und die Marktfreiheit genießen sollen.
 

Ober-Ramstadt heute

Ober-Ramstadt ist eine Stadt im Landkreis Darmstadt-Dieburg in Hessen, Deutschland.

Bundesland
Hessen
Regierungsbezirk
Darmstadt
Landkreis
Darmstadt-Dieburg
Höhe 200-338 m ü.NN
Fläche 41,9 km²
Einwohner (30.06.2008) 15.204
Bevölkerungsdichte 363 Einwohner je km²
Postleitzahl 64372
Vorwahlen 06154 und 06167
KFZ-Kennzeichen Da
Stadtgliederung Modau, Rohrbach, Wembach-Hahn
Adresse Stadtverwaltung Darmstädter Straße 29
64372 Ober-Ramstadt
Webpräsenz www.ober-ramstadt.de
Bürgermeister Werner Schuchmann

Geografische Lage:
Ober-Ramstadt liegt etwa 10 km von Darmstadt entfernt an der B 426 im vorderen Odenwald . Am Fluss Modau, der durch Ober-Ramstadt fließt, liegt das Hochwasserrückhaltebecken Ober-Ramstadt, das einen 3 ha großen Stausee bildet.

Nachbargemeinden:
Ober-Ramstadt grenzt im Norden an die Gemeinde Roßdorf, im Osten an die Stadt Reinheim im Südosten an die Stadt Groß-Bieberau, im Süden an die Gemeinde Modautal im Westen an die Gemeinde Mühltal sowie im Nordwesten an die kreisfreie Stadt Darmstadt

Gliederung:
Zur Stadt gehören seit 1977 neben der Kernstadt Ober-Ramstadt der aus den zwei Ortsteilen Ober- und Nieder-Modau bestehende Stadtteil Modau, 2.767 Einwohner (Stand 31.12.2008), und Wembach-Hahn, 1.086 Einwohner (Stand 31.12.2008). Bereits 1972 schloss sich Rohrbach  1.440 Einwohner (Stand 31.12.2008), freiwillig an.



Das Stadtlogo

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Teil des 2004 gestrateten Prozesses Stadtleitbild war die Entwicklung dieses neuen Stadtlogos, das die Attribute "Stadt der Farben" visuell deutlich macht.


Ober-Ramstadts Wappen


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„In Silber eine grüne Rosenstaude mit drei roten Rosen“

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Was unser Stadtwappen erzählt
von Otto Weber
 

Am 5. August 1930 teilte der damalige' hessische Innenminister Wilhelm Leuschner der Gemeinde Ober-Ramstadt mit, dass auf "ihr Nachsuchen die Führung des in beifolgender Urzeichnung dargestellte und nachstehend beschriebene Wappen erteilt wird: In Silber eine grüne Rosenstaude mit drei roten Rosen". Es ist sicher, dass sich der hessische Innenminister für diese Wappenbeschreibung der Aussage von Fachleuten aus einem der Staatsarchive versicherte.

Die älteste mir bekannte Zeichnung des Wappens befindet sich auf dem Pergamenteinband einer Urkunde aus dem 16. Jahrhundert und ist untenstehend abgebildet.

Dass es sich um Rosen handelt, ist in der einschlägigen Literatur zur Heraldik leicht nachzuweisen. Ihre fünfblättrige Grundform ist von der Heckenrose abgeleitet. Die Verwendung von drei Blüten ist sicher auf die Zugehörigkeit von Ober-Ramstadt zum Bannforst Dreieichenhain zurückzuführen. Mehrere Gemeinden, die zu diesem Bannforst gehörten, wie z. B. Langen, haben drei Eicheln im Wappen. Stellt sich also die Frage, warum in Ober-Ramstadt anstelle der drei Eicheln drei Rosen verwendet wurden.

Diese Frage führt uns zu einer wichtigen Gegebenheit unserer Stadtgeschichte. Die Vorläuferin unserer heutigen Kirche war bis zur Reformation der Maria geweiht. Die Glocke dieser Kirche ist erhalten. Sie trägt in lateinischer Sprache die Umschrift: "Sei gegrüßt, Maria, voll der Gnade, der Herr ist mit dir". Zusätzlich gibt es in Grenzbeschreibungen den Hinweis auf einen "Heiligen Born" in der Nähe der Kirche. Dabei handelt es sich um eine heilige Quelle, die zu einer Marienkirche gehörte und schon in vorchristlicher Zeit als Heiligtum verehrt wurde.

 
Aber auch für Eberhard I., der die Stadtrechte für Ober-Ramstadt erwirkte, gibt es Verbindungen zur Rose. Dazu zitiere ich aus einer wissenschaftlichen Publikation aus dem Kloster Eberbach: "Das Eberhards Figur umrahmende Weinlaub und die Rose in den oberen Zwickeln (Abbildung) verbinden sich zum gemeinsamen Symbol Christi und der Gottesmutter ( ... ) Rosen und Weinlaub sind nicht nur in der Eberbacher Bauplastik 'immer wiederkehrender Schmuck ( ... )".
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